Die Hollmanns: «Das ist m e i n e Geschichte!»

Wir warten vor der Beiz.

Der französische Kellner gönnt sich eine Zigaretten-Pause. Dann stupft er mich: «Dort – sie sind schon speziell – ein skurriles Paar!»

Hans Hollmann geht voran – eine Mischung aus Fledermaus und Wiener Kutscher. Sein weiter Münchner Lodenfleck weht wie die Olympia-Fahne.

Dann: Reinhild Solf. Noch immer eine Frau, die durch Schönheit und Klasse besticht. Und der – als sie in der TV-Serie «Die Buddenbrooks» die Toni spielte – die Männerwelt (und auch einige Frauen) zu Füssen lagen.

Solf trägt scharlachroten Rollkragenpullover. Und Hut.

Sie läuft drei Schritte hinter ihrem Mann, was aber keinesfalls symbolisch verstanden werden darf.

Im Gegenteil!

Sie wollten das Essen in der «Bodega».

Er: «Wir haben dort unsern 25. Hochzeitstag gefeiert!»

Sie: «Blödsinn. Wir sind n i c h t verheiratet. Sonst wären wir schon längst geschieden!»

Sie schauen mich beide an. Und warten auf den Applaus.

«Schnitt!», sagt Hans Hollmann. Er sagt immer «Schnitt», wenn eine Szene zu Ende ist. «Schnitt» bedeutet dann auch: «Frau Solf – jetzt kommt Ihr Part!»

Sie sind eines der ungewöhnlichsten Paare, das ich kenne. Nächstes Jahr leben sie ein halbes Jahrhundert zusammen. Für eine Künstler-Ehe ist dies aussergewöhnlich – zwei Primadonnen im selben Stück. Da müssen doch die Fetzen fliegen.

FLIEGEN SIE AUCH!

Hans Hollmann linst mit seinen Sprühaugen durch die Brille: «Wir pflegen noch heute unsere Streitkultur. Sie ist das Salz in der wärmenden Nahrung, einander ein halbes Jahrhundert zu lieben. Da war nicht immer traute Stille. Doch nun ist man lustvoll aufeinander eingespielt – kennt jede Nuance des Partners. So bekommt das Beieinandersein grosse Qualität. Überhaupt, ich finde: Erst im Alter zahlt sich Ehe aus.»

Reinhild Solfs Augen funkeln empört: «So etwas will ich nicht in dem Bericht. Das tönt doch wie aus einem Versicherungskatalog…»

Er: «Pssst – das ist jetzt mein Take, Frau Solf. Also halten Sie sich da bitte raus!»

SCHNITT.

«Bodega»-Johnny hat den besten Tisch reserviert: «Dort, wo man die beiden gut sieht.» Er hat Oliven bereitgestellt. Und zwei Fleischpastetchen: «Etwas zum Apéro.»

Damit sollte es allerdings nichts werden – denn: «Wenn wir arbeiten, trinken wir Wasser…»

Und ein Interview i s t Arbeit für die zwei: ein Auftritt. Nein – zwei Auftritte. Perfekt inszeniert.

SCHNITT!

Journalistisch ist es natürlich Unsinn – jeder der beiden gäbe ein Buch her. Und wir versuchen, zwei Planeten auf einer Seite gerecht zu werden.

Hollmann hat an allen grossen Schauspielbühnen der deutschsprachigen Welt Regie geführt. Daneben auch Opern inszeniert – wie etwa im Opernhaus Zürich, an der Semperoper in Dresden, auch im Gran Teatre Liceu von Barcelona mit Carreras. Oder im «Teatro Colón» von Buenos Aires – dem schönsten Opernhaus der Welt:

«Mein Hotel lag nur knapp 80 Meter vom Bühneneingang entfernt. Wenn ich Probe hatte, musste ich aber 40 Minuten früher aus dem Haus – so lange brauchte ich, um die jeweils achtspurige Strasse vor der Oper einigermassen heil zu überqueren…»

Bevor er am Max-Reinhardt-Seminar in Wien Schauspiel und Regie studierte, doktorierte er in Graz als Jurist. 1967 hatte er mit Horvaths «Italienischer Nacht» am Staatstheater Stuttgart den grossen Durchbruch. Düggelin holte ihn 1968 nach Basel, 1975 wurde er sein Nachfolger als Theaterdirektor. 1974 inszenierte er hier Karl Kraus’ Riesenkiste «Die letzten Tage der Menschheit».

Seither ist er der ganz grosse Star. Hollmann wurde Ehrenmitglied der Schauspielbühnen Berlins.

Österreich spendete das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse und das Land Steiermark sein Goldenes Ehrenzeichen. Das Bundesland Hessen – er hatte die Hessische Theaterakademie gegründet und in Frankfurt als Professor und Dekan gewirkt – verlieh Hollmann schliesslich die Goethe-Plakette.

So viel Ehre. So viele Medaillen. Darüber gefreut?

«NATÜRLICH! Schade, dass es so etwas in Basel nicht gibt…»

SCHNITT.

Reinhild Solf ist in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Hat auf allen grossen deutschen Bühnen gespielt. Und dann auch als Schriftstellerin aufhorchen lassen:

«Eigentlich wollte ich in der DDR Chemie studieren. Vielleicht wäre eine Forscherin aus mir geworden. Und ich hätte ein umweltfreundliches Waschmittel erfunden. So habe ich dann eben Frauenfiguren ‹geschaffen› – auf der Bühne. Und in meinen Büchern!»

Wie habt ihr euch überhaupt kennengelernt?

«Ich sass in Berlin in der Uraufführung von ‹DAVOR› – einem Theaterstück von Günter Grass. Neben mir sass Herma Klement. Sie war die Sprechpädagogin des Theaters. Auf der Bühne radelte ein Mädchen an – lange, blonde Haare – längste Beine, extremer Minirock, also , na ja…»

Reinhild Solf unterbricht: «Hollmann – Mini war damals der grosse Schrei…»

Er: «REINHILD – WIR HABEN ABGEMACHT, EINANDER N I C H T ZU UNTERBRECHEN. Das ist jetzt m e i n Monolog!»

Nun grinst er: «WAHNSINN – ich war sofort weg. Und flüsterte zu Herma Klement: ‹Wer ist diese junge Schauspielerin…?›»

Die Antwort kam bühnendeutlich und laut: «Reinhild Solf!»

Dann eine Pause. Und noch präziser artikuliert: «VERLOBT MIT HELMUT GRIEM!…»

Reinhild übernimmt die Szene:

«Hans war schrecklich routiniert im Anbaggern. Ein paar Tage später kam ich im Schillertheater zur Kantine – da rief er: ‹Frau Solf – können Sie mich zum Flughafen fahren?›»

DAS IST SEIN STICHWORT:

«Jetzt trug sie auch privat einen gefährlichen Minirock und sagte: ‹Ich habe kein Auto, Herr Doktor Hollmann.› 14 Tage später nach einem Abendessen, fragte ich sie vor ihrer Haustüre: ‹Haben Sie etwas zu trinken, Reinhild?› Antwort: ‹Nicht das, was S i e trinken möchten, Herr Hans!› Und Türe zu!»

JETZT LACHEN BEIDE SCHALLEND.

Und bestellen «Vitello tonnato» (sie) und «Lasagne» (er). «Kleine Portionen, bitte» (beide).

Er schaut nun zu seiner Frau: «Erzähl ihm die Geschichte von RIAS Berlin, Reinhild!»

Die junge Reinhild Solf war eben mal drei Wochen Studentin in der Max-Reinhardt-Schule. Da machte der RIAS Berlin eine Rundfunksendung.

«…natürlich waren wir alle aufgeregt. Es sollte eine grosse Sache werden. Ein Reporter kam auf mich zu: ‹Sind Sie die Reinhild Solf? Würden Sie für uns den Gretchen-Monolog sprechen?› MAN STELLE SICH SO ETWAS VOR. ICH WAR JA ERST DREI WOCHEN DORT. Und die Aussprache noch ein bisschen sächsisch…»

Reinhild deklamiert mir nun den Monolog mit diesem sächsisch näselnden Unterton: «NEISCHE, DU SCHMÄRZENSREISCHE, DEIN ONTLITZ…» (Diese Sprache ist, als ob es lange Käsefäden regnen würde…)

Hollmann übernimmt:

«Sie hat natürlich sofort ihrem Vater im Osten telefoniert: ‹BIN MORGEN 18.15 MIT DEM ‹GRETCHEN› IM RIAS, PAPA…›»

Unterbruch vom Gretchen: «Hans Hollmann – das ist m e i n e Geschichte! Mein Vater war sofort ganz aus dem Häuschen: ‹DAS GANZE DORF WIRD VOR DEM RADIO SITZEN, MEIN KIND!› Dort sass ich dann in Berlin auch, lauschte meinem Monolog und war tief ergriffen. Dann vernahm ich den Sprecher: ‹Sie hörten eben den Gretchen-Monolog von einer Studentin, die erst seit drei Wochen hier studiert und noch grosse Schwierigkeiten mit Sprache und Dialekt hat. Um zu zeigen, wie notwendig gute Sprecherziehung ist, hören Sie nun denselben Monolog von einer Schauspielschülerin im dritten Ausbildungsjahr!›»

Reinhild Solf flüstert: «…ich bin daraufhin eine Woche nicht mehr aus dem Haus gegangen!»

Ich möchte nun doch noch wissen, wie das mit dem Heiraten ist. HABT IHR. ODER HABT IHR NICHT?

Sie bleibt stur beim: «Wir sind nicht w i r k l i c h verheiratet. Sonst wären wir jetzt geschieden!»

Er : «Natürlich haben wir geheiratet. Am 22. Juni in Haldensleben. Das ist Reinhilds Dorf in der DDR. Und das Ganze war am Tag des WM-Spiels BRD:DDR. GEWONNEN HAT DIE DDR – 0:1.»

Und Basel? Wie war das Ankommen hier?

Reinhild lacht:

«Sofort hatte ich Krach mit dir! Ich war noch keine vier Wochen hier, schon hast du in deiner Dienstagsspalte geschrieben, Frau Hollmann würde jetzt Dialekt pauken, um so perfekt Baseldeutsch zu reden wie ihr Mann, der Theaterdirektor. ICH WAR STINKESAUER. UND HABE DICH SOFORT ANGERUFEN: ‹Erstens heisse ich Reinhild Solf. Und zweitens: Ich lerne keine neuen Dialekte – ICH BIN FROH, DASS ICH MEINEN ALTEN LOSGEWORDEN BIN!›»

Mit «Alten» meint sie den Dialekt.

Ich schweige kleinlaut.

Sie tätschelt mir die Hand: «Du hast mir danach aber einen Blumenstrauss geschickt! Das war speziell. Noch nie hatte mir ein Journalist einen Blumenstrauss geschickt!»

Auch er weiss da was: «…als ich an einem Engelfest bei Ivan Grill auftauchte, hast du am nächsten Tag in der Zeitung notiert: ‹Hans Hollmann erschien als schwangerer Engel…› Nur weil ich damals eine Idee stärker war…»

Wieder lachen beide.

Ihr habt euch also gut am Rhein eingelebt?

«Nun ja: Irgendwie war Basel anders – für eine Norddeutsche gewöhnungsbedürftig. Doch mit Basel hatte ich lange vor Hans Kontakt: durch Martheli Keller. Mit ihr habe ich im Berliner Schlossparktheater den Sommernachtstraum gespielt. Aber vor Ort war dann einfach alles anders als in Berlin. Ich machte mich etwa wie gewohnt zurecht, wenn ich auf den Aeschenplatz ging… doch kein Mann schaute mich an. Alle gingen hier mit gesenkten Blicken an mir vorbei. Als einmal ein Lastwagenchauffeur in einem elsässischen Weintransporter die Fenster runterkurbelte und rief: ‹Quelle belle femme!›, da hätte ich aus Dankbarkeit am liebsten das Trottoir geküsst!»

Sie macht eine Pause, eine verzückte: «Doch einmal entdeckte ich auf der Strasse eine Wahnsinnsfrau. Sie war so wunderbar exzentrisch gekleidet. Jeder Schritt war eine Szene. Und sie rauchte mit einem armlangen Zigarettenspitz – kurz: Ich war weg. Und da dachte ich: Eine Stadt, in der diese Frau wohnt, muss speziell sein.»

Wieder Solfs Lachen: «…später habe ich SIE bei Dody Staehelin kennengelernt: Es war Dory von der Mühll, eine Erscheinung der Literatur, Rilkes letzte Geliebte – eine wunderbare Frau!»

Basel – und das ist eher ungewohnt – hat sofort die Türen für euch geöffnet…

Hollmann nickt: «Zuerst war da Antoinette Vischer mit Markus Kutter. Ich kam an einem Donnerstag in Basel an. Schon am Samstag hat Antoinettes Köchin für mich Tafelspitz gekocht. Sie selber hat für meine Inszenierung von ‹Sommerfrische› im alten Stadttheater Cembalo eingespielt – ein Stück, das sie dafür eigens bei György Ligeti komponieren liess. Sie ist eine imponierende Kraft gewesen – eine, die Basels Kultur geprägt hat…»

Solf ergänzt: «…Fred Spillmann hat für mich seinen legendären ‹suure Mogge› zubereitet. Dody Staehelin hat uns zu Martin und Vrone Burckhardt gebracht. Durch die Burckhardts lernten wir dann Tudl Bruckner, Anita Rauch, Heini und Dorothee Herzog und weitere Baslerinnen und Basler kennen. Wenn ich länger für einen Dreh wegmusste, hatten unsere Kinder – sie gingen mit den Beschle-Kindern hier zur Schule – bei Irene und Thomas ein Zuhause. Wir hatten und haben Glück mit unsern Basler Freunden…»

Reinhild Solf hat ihr erstes Buch («Leberwurst … Käsebrot bei Molden») über ihre Jugendzeit in der DDR erfolgreich an der Buchmesse Frankfurt vorgestellt. Danach kam es als Taschenbuch. 50 000 Mal. Alles vergriffen.

Später hat sie ein Treffen von vier Wessi- und drei Ossi-Freundinnen zu «Schattenfrauen» verarbeitet – wieder ein Erfolg. Diesmal an der Buchmesse in Leipzig – bei Bider und Tanner stand das Buch sechs Wochen auf der Bestsellerliste.

Und jetzt? Schreibst du ein drittes?

Hans Hollmann ist stolz auf seine Frau: «Was heisst ‹drittes›? – Das vierte Buch wird gerade fertig. Das dritte ‹HUHN TRUDCHEN› wird im nächsten Frühling im Zürcher Bilgerverlag erscheinen: ein schriller, vergnüglicher Text – der erste Text, in dem mathematische Formeln miteinander reden…»

Reinhild ergänzt: «Ich schreibe noch mit Bleistift und Radiergummi. Dann diktiere ich Hans alles. Und er tippt es in den Computer. Er ist mein erster, strenger Lektor – manchmal schreibe ich die Sätze x-mal um!»

Ihr habt viele grossen Leute der Literatur und des Schauspiels getroffen – Elias Canetti etwa war ein grosser Freund von euch.

Hollmann nickt: «In meinen Inszenierungen wurden seine Stücke zum ersten Mal am Burgtheater aufgeführt. Er war übrigens ein grosser Komödiant. Als er den Nobelpreis erhalten hatte, stand sein Telefon nie still. Um die Anrufer zu sortieren, meldete er sich stets als seine eigene italienische Raumpflegerin: ‹Dera Dottore Canetti ische nütte daheime…›»

Zu den Freunden gehörten auch Peter Handke, Elfriede Jelinek, Tankred Dorst – und natürlich Dürrenmatt.

«Bei Düggelin war Dürrenmatt eine Saison lang Basler Dramaturg. Mir hat er damals einen glänzenden Regie-Einfall zu meiner allerersten Basler Inszenierung ‹Kasimir und Karoline› in der Komödie geschenkt. Sonst aber habe ich mit ihm mehr über Theologie, Astrophysik und Burgunder geredet…»

Da reihten sich auch Hans Werner Henze und Giuseppe Sinopoli unter die engen Hollmann-Freunde – schliesslich Gottfried Schatz, der Biochemiker:

«…er war auch diplomierter Geiger und mein wichtigster Gesprächspartner in den letzten Jahren. Wir spazierten durchs Baselbiet. Wir philosophierten, sprachen über Musik und Literatur – er war ein klarer Denker, ein wunderbarer Mensch. Ich vermisse ihn…»

Weihnachten? Steht ja vor der Tür…

«Karpfen», sagen beide synchron. «Es gibt Karpfen. Gebacken. Karpfen sind in beiden Familien Tradition…»

Reinhild ergänzt: «Bei uns gab es sie ‹blau›. Auch an Silvester. Man musste eine Schuppe ins Portemonnaie geben – und hatte so das ganze Jahr die Börse voll! Na ja – hat nicht gross funktioniert. Ist aber ein schöner Brauch!»

Und wer kocht?

E r wirft einen Blick zur Decke: «Wenn ich an Reinhilds erstes Stück Fleisch denke, das sie mir in Berlin gebraten hat: ES WAR KRUMM GEBOGEN – EINE FLEISCHSCHALE EIGENTLICH…»

Sie schiesst eine Kanone ab: «HANS HOLLMANN!»

Der Regisseur: «DARAUFHIN HABE ICH REINHILD IN DIE HÖHEREN WEIHEN DER WIENER KÜCHE EINGEFÜHRT…»

Der zweite Schuss der Schauspielerin: «HANS HOLLMANN!»

Er schaut verliebt zu ihr: «Also ehrlich: Reinhilds Tafelspitz ist heute besser als im Wiener ‹Plachutta› … Sie kocht schon seit Langem ganz wunderbar!»

Lucian Hunziker kommt. Baut die Kamera auf. Und die beiden sind wieder auf der Bühne – posieren. Alles ganz professionell.

«Sie waren grossartig in Dani Levys ‹Tatort›, Herr Hollmann», lächelt der Starfotograf.

«Na ja», Hollmann winkt bescheiden ab. «Ich HABS JA GELERNT. In 50 Jahren habe ich Hunderte Rollen vorgespielt. Beim Schweizer ‹Tatort› (bei Levy übrigens meine dritte Hauptrolle) war ein 94-Jähriger verlangt. Voilà – ich musste über eine Stunde in die Maske. Und sie gaben mir einen Rollator…»

Reinhild ergänzt: «Nach dem ‹Tatort› hat uns eine Freundin besorgt angerufen: ‹Ich wusste gar nicht, dass Hans gesundheitlich so sehr am Ende ist…›»

Sie erheben sich.

Hans ist wieder Fledermaus mit Kutschermantel. Reinhild Solf behütet.

Sie nimmt mich noch kurz beiseite: «Er hat mir das schönste Kompliment gemacht, das eine Frau nach 50 Jahren Zusammenleben von einem Mann bekommen kann: ‹Mit dir war es keine Sekunde langweilig!›»

Nein. War es auch jetzt mit den beiden nicht.

SCHNITT.

VORHANG.

APPLAUS!

Samstag, 1. Dezember 2018