mit -minu zu Tisch

Nubya: «Musik löst etwas in mir aus - und das trägt mich»

Foto: Lucia Hunziker

Sie kommt in Schwarz: lange Hose, Seidenbluse, einfach geschnittener Mantel.

Nubya könnte auch ein Zelt überstülpen. Oder im Raumfahreranzug aufkreuzen. Sie ist stets richtig angezogen. Eine Stilikone.

WER SO SCHÖN UND DAZU NOCH GROSS IST, DARF ALLES AN SICH WERFEN. Es sieht stets aus wie von Dior. Oder Balenciaga.

Wir haben unser Date in der Brasserie des Trois Rois. Nubya schwelgt in Erinnerungen: «Im Ballsaal war die Hochzeitsfeier. Ein wunderbares Fest...»

Erschienen am: 
Montag, 27. Juni 2022

Zoë Jenny: «Ich wollte nur eines: raus hier!»

Foto: Lucia Hunziker

Es gibt Kollegen, die verwerfen die Hände: «Die Jenny? - DIE IST SCHWIERIG. ZICKIG. HYSTERISCH. LASS DIE FINGER VON IHR.»

Schwierig? In diesem Moment sitzt die Bestsellerautorin in der Napoleon-Suite des Hotels «Les Trois Rois». Fotografin Lucia Hunziker porträtiert sie. Und Zoë Jenny zeigt eine Engelsgeduld. Nix Zicke. Vielmehr eine schöne Frau mit sanften Augen und einem scheuen Blick - ein bisschen das Reh, das plötzlich die Waldlichtung sieht.

Erschienen am: 
Samstag, 28. Mai 2022

Charles Lewinsky: «Ich habs da mit den Hühnern – erst Eier legen. Dann gackern.»

Er hat so ziemlich alle Preise, die ein Schreiber in die Finger bekommt, abgeräumt. Selbst China hat ihn für seine Bücher geehrt. Und da war auch der Preis der Volksmusik. Prix Walo. Und all das wunderbare Zeug. Also fährt der Durchschnittsschreiber (für einen überteuerten SBB-Preis und mit Anstandskrawatte) nach Zürich an den Limmatquai.

Erschienen am: 
Samstag, 30. April 2022

Raphael Blechschmidt und Peter Potoczky: «Es ist immer wieder ein neues Erobern - auch nach vielen Jahren noch»

Foto: Lucia Hunziker

Sie sind das Vorzeige-Männerpaar. Viel Herz. Viel Kultur. Viel Spass. Und vor allem: eine Tischbombe voller Kreativität.

Peter Potoczky winkt ab: «Sagen wir es so - Raphi ist der kreative Kopf. Wild. Wie seine Mähne. Ich bin da eher strukturiert. Und schaue, dass die Dinge nicht chaotisch ausufern. Der Kaufmann eben!»

Ich treffe die beiden im Rebhaus zum Lunch: Salat... Pasta... Dolce.

Kocht ihr auch? Und die Gloria-Frage: Wer ist der bessere Küchenchef? Beide: «ICH.»

Erschienen am: 
Samstag, 26. März 2022

Gabriel Vetter: «Kellnern in der Kunsthalle - das war meine Basler Rekrutenschule»

Foto: Lucia Hunziker

Man kann sich seine Vettern nicht aussuchen.

DEN ABER SCHON!

Er ist mein Lieblingsvetter. Also: «Wo essen wir?»

«Gundeli. Kennst du die Wanderruh? Ich finde ja schon den Namen heiss und...»

Also wurde die Wanderruh zu unserer Vetternwirtschaft.

Ich bin zu früh. Spate nochmals die Unterlagen durch: Gabriel Vetter - in Beggingen aufgewachsen...

BEGGINGEN?

Er selber nennt es das New York der Ostschweiz.

Erschienen am: 
Samstag, 22. Januar 2022

Colette Greder: «Ich hatte null schauspielerische Erfahrungen»

Foto: Lucia Hunziker

«Wollen wir essen gehen?» Heiseres Lachen. Dann: «Du weisst aber schon, dass unser letztes Interview ein halbes Jahrhundert zurückliegt - du warst der Erste, der mich damals in der Garderobe mit Fragen gelöchert hat » Sie sagt es in diesem wunderbaren Elsässer Dialekt, der de Gaulle die Schuhe aufgehen liess - und uns Baslern das Herz.

Erschienen am: 
Samstag, 18. Dezember 2021

Katja Früh: «Alte Menschen reden am Kaffeetisch nicht wie auf dem Literatur-Sofa»

Foto: Mara Truog - zVg

Ihre Schreibe ist der Knaller: das Beste, was Helvetien an deutschsprachigen Kolumnen zu bieten hat.

Sie ist gescheit. Witzig. NEUGIERIG.

Sie beobachtet die Menschen wie Miss Marple ihre Nachbarn. Meist sind es ältere Leute - «die haben mehr zu sagen!». Aus den Gesprächsfetzen knüpft sie Theaterstücke. Soap-Operas. Kolumnen - allerfeinste Klöppel-Literatur. Katja Früh gilt heute als die berühmteste Drehbuch- und Fernsehautorin der Schweiz. «Lüthi und Blanc» war IHRE Schöpfung. Die meistgeschaute TV-Serie des Schweizer Fernsehens. Geplant war ein Jahr. Alle unkten: DAS wird gar nix! Wurde es aber. 288 Sendungen!

Erschienen am: 
Montag, 1. November 2021

Gaby Gasser: «Ein Glückskind, wenn man so will»

Foto: Lucia Hunziker

Eigentlich heisst sie: Gabriela Maria Lucia.

MIT DIESEM NAMEN KANNST DU OPERN SINGEN!

Macht sie nicht. Ihr Fach ist das Leichte.

Und: «...das Leichte ist immer schwerer. Das Schwierigste überhaupt. Komödie kann man nur ganz ernst spielen.» So hat die Schauspielerin Gaby Gasser ihre Kunst der «Comédie» vor meinem Mandarinensorbet (letzte Reste von Weihnachten) erklärt.

Erschienen am: 
Samstag, 28. August 2021

Seiten

mit -minu zu Tisch abonnieren