mit -minu zu Tisch

Dani Fohrler: «Es gibt jetzt eine Stille, die redet...»

Foto: -minu

Jahrelang hat er uns in «Glanz und Gloria» begrüsst. Mit Glanz. Und Gloria. Am Sonntag lädt er zur Kultsendung «Persönlich» interessante Menschen ein. Er moderiert das Zirkusfestival von Monte Carlo am Fernsehen. Und seine Stimme mit dem ureigenen Timbre und dem melodiösen Solothurner Dialekt ist ein Markenzeichen im «Treffpunkt» für alle Radio-Morgenhörer von SRF1. Dabei hat alles mit Smarties-Böxlein angefangen: «Ich war schon immer vom Mikrofon fasziniert.

Erschienen am: 
Samstag, 20. Juni 2020

Joël von Mutzenbecher: «Gute Comedy wird immer überleben»

Foto: Lucia Hunziker

Als ich ihn zum ersten Mal sah, war er blutjung. Schlagfertig. Und kugelsicher im Schuss.

Dazu: KEIN GRAMM LAMPENFIEBER!

Wir standen hinter der Bühne. Ich dachte: «Was willst du mit Haar ausfall, zwei Plattfüssen und bald in Rente mit diesem Schnösel auf der Bühne?!»

Zehn Minuten später hipphoppte ich mit Joël von Mutzenbecher auf den Brettern herum.

Erschienen am: 
Samstag, 30. Mai 2020

Andreas Caminada: «Es war ein fröhliches Chaos»

Foto: Lucia Hunziker

Als ich vor einigen Wochen zum Koch der Köche reiste, war die Welt sonnig. Hell. Allegro. In Thusis wartete der Bus. Er brachte mich nach Fürstenau.

HIER RÜHRT DER BESTE SCHWEIZER KOCH DIE KELLE: Andreas Caminada.

Heute? Sein Schloss ist still. Liegt im Dornröschenschlaf. Corona hat alles verändert. Er wartete bei der engen Einfahrt «zur kleinsten Stadt der Welt» - so Caminada. Das Schloss-Städtchen liegt zwischen Mailand und Zürich. Für Gourmets allerdings ist hier der Nabel des Universums.

Erschienen am: 
Samstag, 18. April 2020

Thomas Straumann: «Ich wollte ein Hotel für die Basler»

Foto: Lucia Hunziker

Er ist scheu. («Bin ich mir nicht bewusst.»)

Zurückgezogen.

Und mag kein Scheinwerferlicht...

Persönliche Interviews gibt er eh keine.

SAGT MAN.

ICH VERSUCHS TROTZDEM.

Immerhin hat er mir mein Lieblings-Hotel neu aufgebaut. Wie einen Zahn hat er es ausgehöhlt. Frisch gefüllt. Und perfekt poliert.

Er hat somit Basels schönstes Haus am Rhein vor irgendeiner China-Mafia oder den arabischen Scheichen gerettet. Und den Baslern ein Stück Heimat bewahrt.

Erschienen am: 
Samstag, 14. März 2020

Karli Odermatt: «Bei einem Sieg gab es 130 Stutz Prämie»

Foto: Lucia Hunziker

Vorspiel
SMS: «Karli - kommst du mit mir an den Tisch?»

SMS: «Klar - Donati. Donnerstag - dann gibt es Manzo brasato...»

Anpfiff
Der italienische Kellner schaut fragend auf den zweiten, leeren Platz.

«Karli», sage ich. Und: «Nostro grande calciatore... Numero uno della palla.»

Nun geht die Sonne auf:

«Ohhh - Signore Odermatt » Er strahlt: «Bestimmt wählt Signore Odermatt den Manzo. Er nimmt immer den Manzo...»

Erschienen am: 
Samstag, 15. Februar 2020

Silvio Denz: «Ich war 44 und hatte plötzlich Millionen»

Foto: Lucia Hunziker

Als ich ihn das erste Mal sah, trug er einen schwarzen Rollkragenpullover. Er zog einen ebenso schwarzen Rollkoffer hinter sich her:

«Der Koffer ist mein ständiger Begleiter - eigentlich mein Zuhause!».

Silvio Denz kam eben aus Singapur. Machte Zwischenhalt in Basel. Und wir trafen uns im Kunsthallengarten.

Er erzählte mir von seiner Jugend in dieser Region. Die Eltern hatten ein Bauernhaus mit viel Land im Fricktal. Seine Mutter wohnt heute noch dort.

Erschienen am: 
Samstag, 18. Januar 2020

Rudi Bindella: «Wir wollten den Schweizern die italienische Lebensfreude schenken!»

Foto: Lucia Hunziker

«Das ist Bindella!» - der Taxifahrer zeigt auf ein grosses Gebäude. Stil 60er-Jahre. Kein architektonischer Wurf. Aber solide.

Camions laden Weine aus. Camions laden Weine ein.

Eine Treppe führt ins Herz dieses Familienimperiums, das schon vor über 100 Jahren Chianti aus Italien in die Schweiz importiert hat.

Im Innern: prächtige Lüster, goldener Prunkspiegel, viele Antiquitäten und Kunst, wohin das Auge schaut. Dazu sanft flackernde Kerzen. Viele Kerzen.

Erschienen am: 
Samstag, 14. Dezember 2019

Kurt Aeschbacher: «Fehltritte machen den Moderator menschlich»

Kurt Aeschbacher - Foto: Lucia Hunziker

Vorgeplänkel:

«Bestell DU den Tisch. Dann be kommen wir einen gutenPlatz! Hammel kennt hier kein Schwein!»

Aeschbi: «Okay - hoffen wir, dass es klappt!»

Ich komme. Der Chef de toute la batterie nimmt den Mantel ab. Schaut in die randvolle Agenda. Und schüttelt den Kopf: «Tut mir leid - Herr Aeschbacher hat nicht reserviert.» Dann ein Lächeln: «Kein Problem - ich habe einen Platz für Sie.»

Erschienen am: 
Samstag, 23. November 2019

Lucia Hunziker: «Dieser Körper war wie ein Gefängnis»

Foto: Corina Rainer & Lucia Hunziker

Als ich ihm zum ersten Mal begegnete, war er schüchtern. Ein bisschen linkisch. Und still. Sehr still.

Er war nicht unbedingt der Fotograf, den ich mir für das Porträt mit Martin Suter gewünscht hatte.

Dann nahm er die Kamera. Und lächelte dem berühmten Autor zu: «Lucian. Lucian Hunziker.»

Einen Tag später, als er mir die Porträts auf mein Handy schickte, musste ich meine Meinung ändern. Ich spürte: Dieser schlaksige Kerl mit den melancholischen Augen macht seinen Weg.

Erschienen am: 
Samstag, 14. September 2019

Eric Sarasin: «Ich wollte den anderen beweisen, dass ich kein so Daig-Dackel bin»

Foto: Lucia Hunziker

Er wirkt unscheinbar. Aber agil. ­Sportlich. Ein bisschen wie ein ­Fussballspieler, der vom Platz geht.

Der Tisch ist im «weissen Teil» des Schützenhauses reserviert.

Er trägt offenes Leinenhemd. Jeans. Keine Krawatte: «Das ist das Wunderbare, wenn man kein Banker mehr ist – es gibt keinen Uniformenzwang mehr. Keinen Hermes am Hals.»

Erschienen am: 
Samstag, 17. August 2019

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