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Benedikt von Peter: Spätzünder unter Strom

Foto: Lucia Hunziker

Er will in die Kunsthalle: «Reichen Ihnen anderthalb Stunden? Wir stecken nämlich in den heissen Vorbereitungen!»

Heiss ist es auch unter den Kastanienbäumen. Ich bin bereits an der zweiten Wasserflasche - da sehe ich ihn über den Platz stürmen: blonder Wuschelkopf. Leichter Bauchansatz («ach das Essen hier... rundum Verführung»). Und alpenseewasserblaue Augen, die nach der Fotografin linsen.

Nach zehn Minuten steht er da - strahlt wie die Sonne, die jetzt hinter Wolken verschwunden ist: «Tipptopp Shooting. Ging ja im Hui!»

Erschienen am: 
Samstag, 19. September 2020

Petra Zschokke: «Ich konnte mich nicht anpassen»

Foto: -minu

Petra Zschokke ist die Tochter grosser Künstler und hat in ihrem Leben selber auch schon so einiges gemacht.

Neben der Tür steht die berühmte Plastik «Schüler und Lehrer» in Bronze. Man findet sie in Stein gehauen etwa zehnmal so gross an der Uniwand am Petersgraben - so, wie man überall die künstlerischen Spuren von Alexander Zschokke in dieser Stadt findet.

Erschienen am: 
Freitag, 18. September 2020

Paola Biason: Ein Leben mit «Glanz und Gloria»

Foto: Lucia Hunziker

Sie ist Zürcherin. Durch und durch. Der breitblecherne Dialekt. Das elegante Outfit. Und der Glanz, der sie leuchtend mit Gloria umflirrt.

Sie i s t der Glanz.

Sie i s t das Gloria.

Sie ist «Glanz & Gloria».

«Wir treffen Paola Biason im Rosaly’s: «Kennst du bestimmt. Beim Bellevue...» AUCH DA IST SIE, DIE KLARE ZÜRCHERIN: Sie nimmt an, dass jeder die Limmat-Stadt kennt.

Erschienen am: 
Samstag, 22. August 2020

Hansjörg Schneider: «Ich war immer ein schlechter Verkäufer meiner Texte»

Foto: Lucia Hunziker

Seit sein neuster «Hunkeler» den Mord im Kannenfeldpark aufgedeckt hat, führt das Buch die Bestsellerlisten an. Sein Autor nimmt es mit einem etwas rauen Lachen und einem Schulterzucken zur Kenntnis: «Jaaa... jaaa... der Hunkeler...»

Ich rufe Hansjörg Schneider an: «Isst du mit mir?»

Er ziert sich nicht, sagt sofort zu: «Bei mir im Quartier gibts das Sommereck. Ist jetzt wieder offen.»

Erschienen am: 
Samstag, 18. Juli 2020

Dani Fohrler: «Es gibt jetzt eine Stille, die redet...»

Foto: -minu

Jahrelang hat er uns in «Glanz und Gloria» begrüsst. Mit Glanz. Und Gloria. Am Sonntag lädt er zur Kultsendung «Persönlich» interessante Menschen ein. Er moderiert das Zirkusfestival von Monte Carlo am Fernsehen. Und seine Stimme mit dem ureigenen Timbre und dem melodiösen Solothurner Dialekt ist ein Markenzeichen im «Treffpunkt» für alle Radio-Morgenhörer von SRF1. Dabei hat alles mit Smarties-Böxlein angefangen: «Ich war schon immer vom Mikrofon fasziniert.

Erschienen am: 
Samstag, 20. Juni 2020

Joël von Mutzenbecher: «Gute Comedy wird immer überleben»

Foto: Lucia Hunziker

Als ich ihn zum ersten Mal sah, war er blutjung. Schlagfertig. Und kugelsicher im Schuss.

Dazu: KEIN GRAMM LAMPENFIEBER!

Wir standen hinter der Bühne. Ich dachte: «Was willst du mit Haar ausfall, zwei Plattfüssen und bald in Rente mit diesem Schnösel auf der Bühne?!»

Zehn Minuten später hipphoppte ich mit Joël von Mutzenbecher auf den Brettern herum.

Erschienen am: 
Samstag, 30. Mai 2020

Andreas Caminada: «Es war ein fröhliches Chaos»

Foto: Lucia Hunziker

Als ich vor einigen Wochen zum Koch der Köche reiste, war die Welt sonnig. Hell. Allegro. In Thusis wartete der Bus. Er brachte mich nach Fürstenau.

HIER RÜHRT DER BESTE SCHWEIZER KOCH DIE KELLE: Andreas Caminada.

Heute? Sein Schloss ist still. Liegt im Dornröschenschlaf. Corona hat alles verändert. Er wartete bei der engen Einfahrt «zur kleinsten Stadt der Welt» - so Caminada. Das Schloss-Städtchen liegt zwischen Mailand und Zürich. Für Gourmets allerdings ist hier der Nabel des Universums.

Erschienen am: 
Samstag, 18. April 2020

Thomas Straumann: «Ich wollte ein Hotel für die Basler»

Foto: Lucia Hunziker

Er ist scheu. («Bin ich mir nicht bewusst.»)

Zurückgezogen.

Und mag kein Scheinwerferlicht...

Persönliche Interviews gibt er eh keine.

SAGT MAN.

ICH VERSUCHS TROTZDEM.

Immerhin hat er mir mein Lieblings-Hotel neu aufgebaut. Wie einen Zahn hat er es ausgehöhlt. Frisch gefüllt. Und perfekt poliert.

Er hat somit Basels schönstes Haus am Rhein vor irgendeiner China-Mafia oder den arabischen Scheichen gerettet. Und den Baslern ein Stück Heimat bewahrt.

Erschienen am: 
Samstag, 14. März 2020

Karli Odermatt: «Bei einem Sieg gab es 130 Stutz Prämie»

Foto: Lucia Hunziker

Vorspiel
SMS: «Karli - kommst du mit mir an den Tisch?»

SMS: «Klar - Donati. Donnerstag - dann gibt es Manzo brasato...»

Anpfiff
Der italienische Kellner schaut fragend auf den zweiten, leeren Platz.

«Karli», sage ich. Und: «Nostro grande calciatore... Numero uno della palla.»

Nun geht die Sonne auf:

«Ohhh - Signore Odermatt » Er strahlt: «Bestimmt wählt Signore Odermatt den Manzo. Er nimmt immer den Manzo...»

Erschienen am: 
Samstag, 15. Februar 2020

Silvio Denz: «Ich war 44 und hatte plötzlich Millionen»

Foto: Lucia Hunziker

Als ich ihn das erste Mal sah, trug er einen schwarzen Rollkragenpullover. Er zog einen ebenso schwarzen Rollkoffer hinter sich her:

«Der Koffer ist mein ständiger Begleiter - eigentlich mein Zuhause!».

Silvio Denz kam eben aus Singapur. Machte Zwischenhalt in Basel. Und wir trafen uns im Kunsthallengarten.

Er erzählte mir von seiner Jugend in dieser Region. Die Eltern hatten ein Bauernhaus mit viel Land im Fricktal. Seine Mutter wohnt heute noch dort.

Erschienen am: 
Samstag, 18. Januar 2020

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