Mimpfeli

Die Mimpfeli erscheinen immer am Dienstag im Kulturmagazin der BaZ.

Fasnacht schreibt 1000 Geschichten. Von der Liebe. Vom Tod. Lustige Histörchen. Tränenpoesien. Na ja - was das Leben halt so bringt.

27.02.2006

Montag - Wieder mal Zoff wegen Homestorys. Monika möchte mit ihrem people-tv-team meinen Ostertisch aufnehmen: «? dazu interviewen wir noch ein paar Gäste. Wir zeigen, wie du das Besteck polierst. Und deine Ostereier färbst?» «Ich färbe meine Eier nicht?»

23.02.2006

Donnerstag - Evchen wollte eben eine happige Portion von der fetten Schinken-Lasagne, über welche der Mozzarella sich wie eine Schneelandschaft ergossen hatte, reinschieben, da erstarrte die Gabel sekundenlang in der Luft.

16.02.2006

Als mich der Binggis mit seinen untertassengrossen, rabenschwarzen Augen anschaute, da konnte ich gar nicht anders.

13.02.2006

Mittwoch - «Weshalb tun wir uns das an?!» Das ist Greta. Meine drei Fuss hohe Freundin lässt missvergnügt in diesem miefig-mobbelnden Reisecar die Beinchen baumeln. Und schiebt sich pfundweise Bären rein. Die gummigen. Die, welche auch Gottschalk reinbärt.

09.02.2006

Mittwoch - Im Urnenladen ists wie im Super-Center: Das Billige steht unten, damit man sich vor dem günstigen Preis verbeugen muss.

Das Exklusive steht oben. HIER AUF SAMT. ODER DEZENT AUSGELEUCHTET.

02.02.2006

«Kampf der Wampe», posaunte Evchen. Und schüttete sich noch ein Glas mit Lambrusco nach. Der perlende Rotwein schäumte über - und das tat auch Evchen mit Energie geladen wie die Mastsau mit Mais: «Wir besuchen diesen chinesischen Fitnesskurs. Hast du das Plakat gesehen?»

30.01.2006

Montag - Erkundige mich bei Sigfried, dem legendären Opernkritiker mit den B-Dur-Ohrenläppchen, nach «Rigoletto».

26.01.2006

WAHNSINNSNUMMER. Auf offener Szene überfallen zu werden - das ist das Eine. Das kommt im Fernsehen alle drei Minuten vor. Und das Leben ist Fernsehen - fragen Sie nur Müllers Oma.

19.01.2006

Als mein Vater starb, haben mir viele Menschen spontan gemailt, telefoniert, ge-SMS-elt oder geschrieben, dass sie an mich denken würden.

Das war schön. Und nie ist mir so bewusst gewesen, dass Menschen wirklich das Leid «mittragen» helfen können.

16.01.2006

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