Von der Looping-Bahn und Stelzen

Illustration: Rebekka Heeb

Innocent müffelt: «Halt mir diese alte Schreckschraube vom Leibe!»

TYPISCH!

GESTERN NOCH VOLL MIT VERSCHMALZTEN KALAUERN: «HENRIETTE, HENRIETTE – bist so wunderbar und nette … SCHAU DEN ANDERN AN: SO FETTE!» Henriette: Rette! Rette!»

Und jetzt ist der «Fette» gut genug, um Innocent aus seiner eigenen Scheisse zu ziehen.

Ja pfeif den Heini!

Aber hallo – nichts der Fette tun!

Erschienen am: 
Dienstag, 15. Mai 2018

Freddy Burger: «Ich bin der Freddy aus Schwamendingen»

Beim Zürcher Bahnhof stehen die Taxis Schlange.

Ich hüpfe ins erste.

Der Taxichauffeur ist nett. Aber neu.

Er kennt Ankara. Aber nicht den «Hitzigweg 15».

«Wir finden das», strahlt er.

Natürlich findet er es nicht.

ANRUF BEI DER ZENTRALE: «WO SEIN SONNENBERG?!»

Man hört männliches Genuschel.

Dann schaut der freundliche Türke erschrocken. «Mann an Zentrale sagen, sei fast in Himmel…»

Erschienen am: 
Samstag, 12. Mai 2018

Der Stock

«Papa – das sieht echt heiss aus!»

Nancy versuchte, ein entzücktes Gesicht zu machen.

Aber Karl bellte sie gleich an: «BLÖDSINN. EIN MANN AM STOCK IST NICHT HEISS… ER KLOPFT DAMIT AN DIE TÜRE ZUM JENSEITS!»

«Chaplin hatte auch einen Stock…», versuchte es die Tochter jetzt gütig, «dann Maurice Chevalier… oder Heesters. Er wurde 108 Jahre alt. DIES MIT STOCK!»

«Ja», nickte Karl grantig. «…aber ich bin nicht Heesters. Und ich will auch nicht ein 108-jähriger Dandy werden!»

Erschienen am: 
Freitag, 11. Mai 2018

Von Buchteln bei den Hawelkas und Peter Alexander

Illustration: Rebekka Heeb

«I geh mit dem Herrn Doktor noch Würstel aikaufen…»

Fräulein Henriette zieht meinen Innocent – MEINEN INNOCENT! – wie einen lahmen Dackel neben sich her.

Es musste ja so kommen: Fräulein Henriette hat sich total in Innocent verschossen. Er ist ihr Traum-Bachelor. Und sie ihm scheissegal.

ABER SIE HAT SCHNAPS IM HAUS. DA LODERN INNOCENTS BESTECHLICHE HIRNZELLEN WIE FEGFEUERFLAMMEN.

Erschienen am: 
Dienstag, 8. Mai 2018

Kinder

Milli packte ihre Einkäufe in die Papiertasche: 3 Äpfel, 1 Kopfsalat, 6 Eier. Die Tasche nahm sie stets von zu Hause mit. Milli war alt. Aber noch lernfähig. Und sie wusste, was sie der Umwelt schuldig war.

Sie machte sich auf den Weg – rechts der Gehstock. Links die Einkäufe. In der Mitte: das traurige Elend. Ach was! Milli wollte nicht hadern. Der Staat sorgte mit einer guten Pension für sie.

Erschienen am: 
Freitag, 4. Mai 2018

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