Dani Fohrler: «Es gibt jetzt eine Stille, die redet...»

Foto: -minu

Jahrelang hat er uns in «Glanz und Gloria» begrüsst. Mit Glanz. Und Gloria. Am Sonntag lädt er zur Kultsendung «Persönlich» interessante Menschen ein. Er moderiert das Zirkusfestival von Monte Carlo am Fernsehen. Und seine Stimme mit dem ureigenen Timbre und dem melodiösen Solothurner Dialekt ist ein Markenzeichen im «Treffpunkt» für alle Radio-Morgenhörer von SRF1. Dabei hat alles mit Smarties-Böxlein angefangen: «Ich war schon immer vom Mikrofon fasziniert.

Erschienen am: 
Samstag, 20. Juni 2020

Von bitterer Schokolade und Elefantenträumen

Illustration: Rebekka Heeb

Also Geburtstage sind ja immer etwas ganz Individuelles. Ich schneide das Thema nur an, weil heute MEINER ist. Da wollen wir jetzt aber gar keine grosse Sache daraus machen. Es reicht, wenn ihr über meine IBAN-Nummer an mich denkt oder ein kleines Plätzchen in eurem Testament für den Jubilar einräumt. Und wenn ihr unbedingt Schokolade schicken wollt, dann bitte nur solche, die rundum dick macht. Und frankiert das Päckli richtig!

Erschienen am: 
Dienstag, 16. Juni 2020

Von der Ohnmacht zu zöpfeln und warmem Brot

Illustration: Rebekka Heeb

Sie legen mir Zöpfe vor die Chalettür. Butterzöpfe. Schön golden. Dies meist an einem Samstag. Hier, wo nur die Berggipfel höher sind als der Himmel, in den wir mal einziehen sollen, hier wird für den Tag des Herrn und die ganze Familie noch der Sonntagszopf aus dem Ofen gezogen. Ich bin ihr Herr vom Unterland. Also bekomme ich auch ein Exemplar. Da wir noch immer keine Hände schütteln und null Sennenküsse tauschen, legen die Frauen mir ihre duftenden Weggen einfach auf die abgetretene Holzschwelle vor dem Holzhaus. Sie klingeln nicht mal.

Erschienen am: 
Dienstag, 2. Juni 2020

Streit ist nicht meins

Eine Politikerin hat mir einmal im Interview erklärt: «Auf der Universität habe ich gelernt, in Streitgesprächen meine Standpunkte zu vertreten. Das hat sooo gutgetan. Es war eine Befreiung. Ich liebe die Streitkultur.

Erschienen am: 
Montag, 1. Juni 2020

Joël von Mutzenbecher: «Gute Comedy wird immer überleben»

Foto: Lucia Hunziker

Als ich ihn zum ersten Mal sah, war er blutjung. Schlagfertig. Und kugelsicher im Schuss.

Dazu: KEIN GRAMM LAMPENFIEBER!

Wir standen hinter der Bühne. Ich dachte: «Was willst du mit Haar ausfall, zwei Plattfüssen und bald in Rente mit diesem Schnösel auf der Bühne?!»

Zehn Minuten später hipphoppte ich mit Joël von Mutzenbecher auf den Brettern herum.

Erschienen am: 
Samstag, 30. Mai 2020

Vom Zeitungssterben und Journalisten von damals...

Illustration: Rebekka Heeb

«Die Zeitung wird immer dünner...», müffelt Innocent. Und wäffelt gleich nach: «Dieser Mist, den ich heute zum Lesen bekomme - ganz dünn!» Er ist einer derjenigen, der noch dem guten, alten Blätterwald nachtrauert - einem Wald, der noch keinen medialen Borkenkäfer und auch keinen Virussturm kannte. Der dichte Zeitungswald breitete sich in Innocents Jugendjahren links wie rechts aus.

Erschienen am: 
Dienstag, 26. Mai 2020

Von den Intellektuellen und denen, die es nicht sind

Illustration: Rebekka Heeb

Wenn man über zwei Monate aufeinanderhockt (und ihr wisst, wie ich das hier meine) - wenn man also konstant die Frühstücksflocken und den Fernseher teilt, dann schlafen mit der Zeit die Gespräche ein. Es herrscht Stummfilm. Oder die Sätze werden bizarr.

Innocent: «ALSO INTELLEKTUELL WARST DU JA NIE.»

Das kam aus heiterem Himmel. Ist aber nicht unbedingt ein Novum. Trotzdem: Ich schweige gekränkt. Und werfe den Dreck zurück: «NEIN. WAR ICH NIE - aber doch immer etwas gescheiter als gewisse Intellektuelle.»

Erschienen am: 
Dienstag, 12. Mai 2020

Forscher im Scheinwerferlicht

Jeder hat etwas zu sagen. Und jeder widerspricht jedem.

Ich bügle. Und Bügeln ist echte Büglerei. Überhaupt mache ich im Zeitalter von Corona alles selber. Muss ich. Karotten schnippeln, Knöpfe annähen, die Klo-Schüssel desinfizieren – Innocents Waden einbinden.

Erschienen am: 
Samstag, 9. Mai 2020

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