Stefan Puttaert, Leiter Sotheby’s Switzerland: „Man ist Schauspieler , Psychologe, Händler – alles für einen kurzen Moment…“

Warten ist nun nicht gerade das Ding von Stefan Puttaert. In den Adern des Kunst-Auktionators fliesst Diesel super. Er wünschte sich einen 48 Stunden-Tag. Und hätte auch da noch 12 Stunden zu wenig.

Erschienen am: 
Dienstag, 10. Juni 2014

Daniel Anrig, Kommandant der Schweizergarde: «Der Papst ist sehr spontan, das ist nicht einfach»

Die Strasse ist verstopft.

Das Taxi klebt eingekeilt zwischen zwei Lastwagen.

Die Autos geben ein Hupkonzert. Und die Vespas und Motorräder schlängeln sich am Blech vorbei.

RÖMER STRASSENALLTAG.

Immerhin bleibt so die Zeit, nochmals die Notizen durchzugehen:

Daniel Anrig…Kommandant der Schweizer Garde des Papstes…verheiratet…vier Kinder…stammt aus einer Familie, die seit dem 16. Jahrhundert in Sargans beheimatet ist…Jurist und einstiger Polizeikommandant von Glarus.

Erschienen am: 
Samstag, 31. Mai 2014

Von einer Bieridee und schäumenden Zeiten

Illustration Rebekka Heeb

O.k. Klare Schnapsidee: BIER UND ICH!

Aber die Brauerei prügelte mich als Gastredner vor ihre bierschäumende Festgemeinde. Der Präsident, einer der lustigen Zürcher, klopfte mir jovial auf den Bauch: «Also das Fass ist ja schon mal da…»

So hatte ich einige nette Biererinnerungen anzuzapfen. Aber erst können vor Zapfen!

ES GIBT NÄMLICH KEINE NETTEN BIER-ERINNERUNGEN IN MEINEM SCHÄUMENDEN LEBEN! Allerhöchstens, dass ich den Schaum von der Stange immer das Geilste fand.

Erschienen am: 
Dienstag, 17. Juni 2014

Geburtstag

Es war sein Geburtstag.

Er brach sich ein Stück vom vorgestrigen Zopf ab. Und dachte an Irmi.

Irmi hatte ihm auf den Geburtstagsmorgen stets einen Gugelhopf gebacken.

Sie hatte eine Kerze in die Öffnung gesteckt. Und balancierte den Kuchen mit einem etwas scheppernden «Zuuum Gebuuurtstag viiiiel Glück» an sein Bett.

Wenn sie auf Zehenspitzen aufstand, um ihn nicht zu wecken und die Überraschung (die allerdings nach 50 Jahren keine mehr war) in der Küche vorzubereiten, tat er immer so, als ob er schliefe.

Erschienen am: 
Montag, 16. Juni 2014

Von Giordano Bruno und dem Campo dei Fiori…

Illustration Rebekka Heeb

Giordano hält seinen Kopf gesenkt.

Irgendwie schaut er düster. Nun ja – kann ihn verstehen. Sein Campo dei Fiori ist nicht mehr, was er mal war.

Giordano (eigentlich Filip­po) Bruno wurde 1600 zum Tode verurteilt. Dummerweise hat er vor 400 Jahren seine Studien über die Unendlichkeit des Weltraums nicht für sich behalten. Er ging damit in den Chat seiner Zeit. Und hat sie bei den Studenten rausposaunt.

Erschienen am: 
Dienstag, 10. Juni 2014

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