Baslerstab

Es muss sich keiner wundern

Sie pflanzen Petersilie auf dem Mond. Sie können die Kuh ohne Muni beschwangern.

UND IN ALL DIESEM WUNDERBAREN FORTSCHRITT DER MENSCHHEIT HABEN WIR NOCH IMMER DIESES CAFE- CREME-KÜBELCHEN, DAS WILD EXPLODIERT. UND DIE UMGEBUNG VOLLSPRÜHT.

Zuerst knübelt der handwerkliche Trottel ungeschickt am Läschlein. Nichts passiert. Dann zieht er ruckartig? und schon: pfffff! Die nachtblaue Krawatte hat jetzt milchweisse Tupfen.

Erschienen am: 
Montag, 30. Mai 2005

Abgestürzt

Sorry, meine Lieben? vor einer Stunde waren die Zeilen noch da. Und plötzlich, DING-DONG! Der Computer flimmerte wie die Glöckchenfee bei Pe-ter Pan. Der Bildschirm sieht schwarz. UND DU SIEHST ROT: alles weg. «ABGESTÜRZT», heisst das in der eleganten High-Tech-Fachsprache. «VERDAMMTER MIST!»? heissts bei uns.

Erschienen am: 
Montag, 29. August 2005

Sommertage wie einst?

Gestern genoss ich den Sommer. Und spazierte an «meiner» alten Anlage vorbei.

Die Anlage liegt beim Oekolampad. Sie ist bescheiden: kein Park, keine Grandezza? Ringelblumen statt Rosen, braune, solide Holzbänke statt Hollywood-Schaukeln. Und ein Brunnen, in dem ich als Dreikäsehoch gebadet und die Leute angespritzt habe.

Die «Anlage» war der Treffpunkt von uns Quartier-Binggis. Wir trafen einander bei der würfelartigen Kletterstange. Hier gabs die ersten Mutproben: Wer kann ganz oben aufrecht auf den Eisenrohren stehen?

Erschienen am: 
Montag, 27. Juni 2005

Socken

Das Thema ist hier nicht, ob die Zeit für Kniesocken vorbei ist, obwohl dies weissgott ein Thema wäre: schauen Sie sich mal Männer an, die in Unterhosen und Kniesocken vor dem Rasierspiegel stehen - eine Lagerhalle hat mehr Sexappeal!
Doch unsre heutige Montagsfrage heisst: wo kommen all die Socken hin?

Erschienen am: 
Dienstag, 26. April 2005

Du frisst wie eine Sau

Schrecklich ­ überall diese Metzeleien!», sagte er. Und schaute seine Frau traurig an. «... überhaupt hört man nur von Katastrophen. Frau Grunz hat mir erzählt, sie hätten beim Grosshändler im Unterholz wieder eine Gruppe abgeführt. Wo steuern wir nur hin?» Er wischte sich eine Träne aus den Augen.

Erschienen am: 
Montag, 26. September 2005

Telefonische Anmache

Es passiert nicht immer. Aber immer öfter. Du jagst dir eben hurtig deine Mittags-Pizza rein. Freust dich auf den Espresso danach. Und Telefon: «Hallo? sind Sie Herr Würmli?» «Jawohl, mit Verlaub!» «Wunderbar ? ich bin von der Wuppertaler Krankenkasse und hätte gerne gewusst, wie Sie versichert sind.» Ich schaue sehnsüchtig zur Kaffeemaschine, die mir Grünlicht blinkt. Und ich frage mich nun doch, was die Wuppertaler Krankenkasse mit meinen Versicherungspapieren zu schaffen hat.

Erschienen am: 
Montag, 25. Juli 2005

Das Schöne an der «Tamiflut»

Hubert rief an. Von Hubert habe ich seit 14 Jahren nichts mehr gehört. Wir haben uns einmal auf Sizilien getroffen. Er als deutscher Kleinkaufmann im grossen Urlaub? ich auf Reportage über sizilianischen Marzipan. Der Abend waren: Halbmond, Mandolinengezupfe und zwei Teller Spaghetti. Dann ab in die Heia.

Erschienen am: 
Montag, 24. Oktober 2005

Verführung im Supermarkt

Es war im Supermarkt. ICH HASSE ES, WENN ICH IM SUPERMARKT ANGEMACHT WERDE! Aber der machte es. Super!

Natürlich stockte wieder mal die Schlange an der Kasse. Die Vierte vor mir hatte vergessen, ihre drei Bananen abzuwägen. Und beim Dritten funktionierte die Postcard nicht. Ich war ziemlich madig.

Erschienen am: 
Montag, 21. März 2005

Zimtsterne durchs Leben

Gestern habe ich die Wunschzettel vor den Fenstern meiner Göttikinder abgeholt. Als Kind hatten wir stets Wunschzettel. «Die Liste ist aber sehr lang?», tadelte Mutter. Und: «Um gierige Kinder fliegt das Christkind einen Bogen?»

Erschienen am: 
Montag, 19. Dezember 2005

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