Schüfeli und Bohnen. Weihnachtsgeschichten von -minu

Von Springhäschen und dem Spagat auf Elefanten

Illustration: Rebekka Heeb

«Wollt ihr auf einem Elefanten reiten?» – Pipi strahlte uns an. Ich strahlte weniger.

Natürlich gehören Elefanten zu meinen Alltagslieblingen – wie Glühwürmchen, Nilpferde und Vanilleeis mit Krokant drin. Aber ich habe Respekt vor den Tieren. Und schaue sie mir gerne von Weitem an. Es gab eine Zeit, als man auch im Basler Zolli auf Elefanten steigen durfte. Meine Eltern drängten mich, weil mein lieber Vater von einer seiner Drittfrauen eine Schmalfilmkamera auf Weihnachten geschenkt bekommen hatte.

Erschienen am: 
Dienstag, 29. November 2016

Hoffen für Tilly

Tilly schaute sich im Stübchen ihrer Grossmutter um.

Aus der Küche rief Tanja: «Es hat noch Kaffee­kapseln. Soll ich uns einen Espresso machen?»

Tillys Grossmutter war tot. Bei ihren Einkäufen war sie vor dem Aktionsständer mit den ­Weihnachtsstollen zusammengebrochen.

Erschienen am: 
Montag, 28. November 2016

Der Wahrsager

Er schob den Totenschädel dem Mann zu: «Bitte gut schütteln!»

Der triste Hohlraum war mit Symbolik gefüllt: ein Skelettstück vom Rückgrat eines Kaninchens, eine Kunststoffsau (rosa), ein Schokoladen-Smarty (rot), eine Gummispinne (schwarz) und ­Knöchlein. Ein ganzes Bouquet von Skelett-­Resten.

Erschienen am: 
Montag, 21. November 2016

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