Von den grossen Stars und Interviews

Illustration: Rebekka Heeb

Als ich Lale Andersen ­interviewte war ich neun Jahre alt. Und sie 51.

Damals schrieb ich eine Klassenzeitung. Absolut Klasse. Das Jahres-Abo kostete fünf Cola-Frösche. Meine Mutter war die einzige Abo­n­nentin. Meine Schulklasse interessierte sich nur für ­Fussballbilder. SO VIEL ZUM THEMA: PRINT­MEDIEN HABEN ES SCHWER. SIE HATTEN ES DAMALS SCHON.

Erschienen am: 
Dienstag, 27. September 2016

Tod eines Cocktails

Der Kellner balancierte das Glas mit eisgekühltem Grenadinesirup an den Tisch.

Der Barmixer hatte den Drink mit einen Schuss Kirsch gewürzt. Dann steckte er einen Limettenschnitz an den verzuckerten Glasrand. Im ­purpurroten Getränk schwammen zwei ­Orchiedeenblüten: «ERNEST» – so wurde der Longdrink in ­Fachkreisen genannt.

Erschienen am: 
Montag, 26. September 2016

Frau -witsch

Hilde zupfte ein paar der abgewelkten Geranien aus der Blumenkiste.

Die Tauben hatten auf der ganzen Terrasse beschissene Grüsse hinterlassen.

UND AN DEM TÖPFCHEN MIT DEM BASILIKUM KLEBTE DOCH TATSÄCHLICH EINE SCHNECKE!

Weiss der Teufel, wie die auf den Balkon klettern konnte.

Hilde atmete tief durch.

Erschienen am: 
Montag, 19. September 2016

Von der Erfahrung, wie man auf den Hund kommt

Illustration: Rebekka Heeb

Als vor etwa zwei Monaten die SP erstmals laut herausbellte: «EIN HUNDEPARADIES AUF DEM MARKT!», musste ich doch laut lachen. Guter PR-Gag. Gutes Fasnachtssujet. Gute Schlussfolgerung: Die SP ist auf den Hund gekommen. Ich habe dann die Gruppe der Jungsozialisten bewundert, die zurückgebissen hat: «Haben wir in dieser Stadt keine andern Probleme!»

Erschienen am: 
Dienstag, 13. September 2016

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