Mimpfeli

Die Mimpfeli erscheinen immer am Dienstag im Kulturmagazin der BaZ.

Havanna erwacht. Bereits um sieben Uhr in der Früh herrscht auf der Calle Obispo ein reges Gewusel. Junge Leute bauen in Hauseingängen wacklige Holztischchen auf. Sie schleppen Körbe mit Thermosflaschen an. In einer Kiste dampfen safranfarbige Brötchen.

26.02.2011

In Kuba regnets.
Ich habe mir alles irgendwie anders vorgestellt.
Bernsteinfarbene Rumgetränke. Bunt gekleidete Kubanerinnen. Feurige Männer mit dem fidelen Kampfgeist der beseelten Revolutionäre und immer eine dampfende Havanna zwischen den Zähnen. Und Sonne. Vor allem Sonne.

19.02.2011

Seit wir mehr Zeit haben, sind wir im Fluss.

12.02.2011

«Wie wärs mit einem Spaziergang?» Das war Innocent. Und das war am Sonntag. JA HALLO! ICH BIN NICHT DER SONNTAGSSPAZIERGANG-TYP. Also alle mal herhören: SO ETWAS HAT MIR DIE FAMILIE ALS KIND SCHON VERMIEST!

05.02.2011

Ich wusste gleich. DAS GEHT SCHIEF! Ich sagte nichts. Doch meine Körpersprache gab Alarmzeichen! «Villa Romeo? tönt doch gut», strahlte Innocent. Und klopfte mit seinen Gichtfingern auf den roten Führer mit den Hotels und Beizen drin.

29.01.2011

Innocent linst über den «Tirreno».
Der «Tirreno» ist die Ortszeitung dieser Insel.
Im Gegensatz zu den Fischen, die am Aussterben sind, überlebt hier die lokale Zeitung wunderbar. Das tut sie vor allem wegen des Sports. Und der Seite, die man hierzulande «Cronaca» nennt.

22.01.2011

Ich bin kein Fernseher. O.k. Das sagen alle. Der gute Ton in diesem Jahrhundert heisst:
«NATÜRLICH SIND WIR KEINE FERNSEHER? WIR SIND JA NICHT BLÖD.»

15.01.2011

Neujahr ist Hoffnung. Irgend so ein «SCHWAMM DRÜBER»-Moment. Und Neubeginn.
Natürlich haben auch wir uns Vorsätze gefasst. GROSSE VORSÄTZE. HOCHHERZIGE VORSÄTZE.

08.01.2011

Weihnachten ist nicht immer Weihnachten. Letztes Jahr wars kein Fest. Jedenfalls nicht für mich. Die Geschichte ist schnell erzählt: Der Wagen nach Italien war gesattelt, der Geschenkberg im Kofferraum verstaut. Vorher hatte ich auf die Insel angerufen: «BITTE LICHTER FUNKELN LASSEN.

18.12.2010

Wenn die Stimmung gereizt war und zwischen den Tanten die Luft so knisterte, dass das Ganze als Hochspannungsfeld drei Weltstädte mit Strom hätte versorgen können, wenn also nicht nur die Engelein, sondern auch die Tassen flogen und statt Harfenhalleluja arg grobe Töne Dezemberalltag wurden?

11.12.2010

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