Mimpfeli

Von den süssen Brüstchen, die Minuzze heissen

Illustration: Rebekka Heeb

Innocent muffelt. Ich habe ihn um fünf Uhr morgen aus dem catanischen Hotelschragen prügeln müssen. Und jetzt ist er schräg drauf: «UND DAFÜR HABE ICH FERIEN!»

Umberto (vulgo: Umbi) erwartet uns schon an der Réception, die eigentlich nur ein Tisch und eine alte Glocke ist. HEUTE IST UMBIS GROSSER TAG. IN ­WENIGEN STUNDEN WIRD DIE HEILIGE AGATA IN DIE LUFT GEHEN. UND DURCH DAS VOLK VON CATANIA GETRAGEN.

Ein tragender Moment – für Innocent in ­diesem Moment aber nur «tragisch».

Erschienen am: 
Dienstag, 21. März 2017

Vom Twittern und fliegenden Pfannkuchen

Illustration: Rebekka Heeb

«UNGGI – ZEIG DAS MAL MIT TWITTER!»

Ich wusste es: Der Tag beginnt mies.

«Unggi» steht für Onkel. Die Grossnichten haben das Wort erfunden. HASSE ICH! Aber da ich als Kind darunter gelitten habe, meine Omama nicht «Omama», sondern «Lydia!» rufen zu müssen, verklemme ich mir Vorschriften. Ich maule nicht. Habe aber noch vor dem vierten Espresso einen dicken Hals.

Erschienen am: 
Dienstag, 7. Februar 2017

Von der Weltmeisterin in Adelboden und Ski-Horror

Illustration: Rebekka Heeb

WINTER WAR ADELBODEN-­ZEIT. Ich hasste den Schnee. Ich hasste die klobigen Skischuhe. MEINE FÜSSE HATTEN BESSERES VERDIENT: Ballerinaschläppchen – NUN JA: ZUMINDEST TIGER-FINKLI! Ich hasste meinen Vater, der mich 50-mal aufs Kuonisbergli rauf und runter peitschte: «Nur noch das eine Mal… DANN HAST DU DIR EIN STÜCK SCHWARZ­WÄLDERTORTE IM CAFE SCHMID VERDIENT!» Es blieb nie beim «einen Mal».

Erschienen am: 
Dienstag, 17. Januar 2017

Seiten

Mimpfeli abonnieren