Mimpfeli

Von Max aus Rom und vom Tellerwaschen

Illustration: Rebekka Heeb

MAX MUSSTE HER!

Max ist eine Seele von Mensch. ABER ER HAT EINEN AN DER WAFFEL. UND ZWAR ZÜNFTIG.

Eigentlich heisst er Massimo. Aber aus Protest zu Italien und der überall herrschenden Korruption im Umfeld nennt er sich MAX. Und redet nur Englisch. Das ist besser so. Denn wenn er in seinem kalabresischen Dialekt dahersprudelt, kapiert ihn eh kein Mensch.

Erschienen am: 
Dienstag, 27. Juni 2017

Von Verlegern und grünen Männchen

Illustration: Rebekka Heeb

Es gibt Verleger. Und Verleger.

Ich bin ein solcher. Aber keiner für Bücher. Nein. Ich verlege alles andere: die blaue Krawatte mit der Mickey Mouse von meinem Freund Andy Warhol, meine Nagelschere (obwohl ich die Nägel meistens abbeisse; nur an den Zehen nicht, aus Mangel an Beweglichkeit). Ich verlege auch Zahnseide, die Gebrauchsanweisung für den mechanischen Fleischwolf und Blumendünger.

Erschienen am: 
Dienstag, 20. Juni 2017

Von der Schnabeltasse mit Whisky

Illustration: Rebekka Heeb

Nun – es kann ja niemand etwas dafür, wenn er flach liegt. Schicksal. Bei Innocent war ein kaum zentimetergrosses Veloweg-Rändlein dieses Schicksal.

HOLPERTIOLTER! Schon kehrte es ihn. Und die Welt drehte sich rückwärts. ES LEBE DER VELOWEG!

Wir haben sofort auf die Insel telegrafiert: «Ankunft non possibile. Dottore caputto. Osso buco rotto. GIESST DIE BLUMEN!»

Erschienen am: 
Dienstag, 13. Juni 2017

Vom «Müssen» im Stau

Illustration: Rebekka Heeb

Endlich in Basel! Der Verkehr von Wien über München war Horror: Baustellen, Baustellen, Baustellen. Du stehst im Stau. Und das Schlimmste: deutsche Schlagermusik mit fröhlichen Moderatoren-Sprüchen – die Lustig-Laune umspinnt dich wie Zuckerwatte den Holzstängel.

Erschienen am: 
Dienstag, 23. Mai 2017

Vom Abschied im Krankentransport und Regen

Illustration: Rebekka Heeb

Das Wiener AKW umfasst ein ganzes Quartier. Es heisst: ALLGEMEINES KRANKENHAUS WIEN. Und es liegt nur eine U-Bahn-Station von ­meiner Wohnung entfernt. Aber die U-Bahn-Station an der Volksoper wird umgebaut. Und somit ist sie temporär zugemauert.

ICH GEHE ALSO ZU FUSS INS SPITAL. DER FUSS IST PLATT. ABER NICHT GEBROCHEN, WIE DERJENIGE VON INNOCENT. MAN MUSS DANKBAR SEIN.

Erschienen am: 
Dienstag, 16. Mai 2017

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