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Pia Fischer: «Hier lebe ich. Hier arbeite ich. Hier bin ich»

Stoff-Magierin Pia Fischer

«Eisenacherstrasse?» – der Taxifahrer ist etwas ratlos: «WO ISS?»

Das zumindest unterscheidet Berlin nicht von Basel.

«BERLIN-SCHÖNEBERG», sage ich.

20 Minuten später kurven wir durch ein Quartier, das eher grau als bunt ist: Bauten aus den Gründerjahren. MANCHMAL ETWAS AUFGERÜSCHTER JUGENDSTIL.

Und immer wieder Fassaden, die einmal schön waren. Und ziemlich schlampig umgebaut wurden.

NA JA – SO ÄHNLICH WIE BEI UNS AUCH.

Erschienen am: 
Montag, 5. Februar 2018

Hans Pieren: «Der Schnee ist ein perfides Element»

Hans Pieren

Die Nasenflügel beben.

Die kleinen Augen blinzeln.

Dann schnuppert die Nase wieder die Luft.

Schliesslich nickt Hans Pieren:

«Es schmeckt nach Schnee… viel Schnee…»

HANS PIEREN IST DER SCHWEIZER PISTENFLÜSTERER.

Er kennt jede Schneeflocke, die kommt. Weiss, wie sie beschaffen ist. Wie man sie hält. Für die Piste bearbeitet. Oder auch aus dem Hang wegfegt.

Erschienen am: 
Samstag, 6. Januar 2018

Paul «Pöili» Burkhalter: «Man muss die guten Stunden nur erkennen»

Paul Burkhalter, Hansdampf. Foto zVg

Sein Talk im Atlantis hat Geschichte gemacht – die Runde bleibt Legende: Theatermann Werner Düggelin, Couturier und Enfant terrible Fred Spillmann sowie die grosse Basler EDEL-Hure Elke.

Paul Burkhalter hat das Gefäss der Talkshow damals aus München in die Schweiz gebracht – als junger Fernsehmoderator. Und als Medienmann, der viele Jahre später noch eine neue Karriere als Theaterdirektor starten sollte.

Erschienen am: 
Donnerstag, 30. November 2017

Andreas Beck: «Basel ist für mich kein Zwischenstopp»

Photo: www.theater-basel.ch ©Simon Hallström

Er will in die «Mägd».

MÄGD?

Weshalb?

«Ich mag die Küche hier – kleine Karte. Aber alles stets perfekt. Und der Ort liegt für mich bequem. Da schlendere ich nur über die Brücke und...»

Er – ein Kleinbasler. Andreas Beck hat seine Zelte «ääne am Rhy» (wie die Eingeborenen hier sagen) aufgeschlagen. Doch davon später.

Ich sitze in dem idyllischen Garten. Blättere meine Recherchen durch – es sind Notizen über eine Bilderbuchkarriere.

Erschienen am: 
Freitag, 15. September 2017

Annetta Grisard: «Die Medaille hat immer zwei Seiten…»

Wie immer – ich bin zu früh.

So bleibt Zeit, mich auf den Gast einzustimmen. Heute ist es Annetta. Annetta Grisard. Wir treffen uns in der Basler «Kunsthalle».

Annetta? – Schön. Nein, eine sehr schöne Frau. Das sagen alle. Und selbst die frauliche Neidwelt muss es sich seufzend eingestehen.

Dann: klug. Maturität. Typus B. Später Schule in Cambridge. Und noch später: Richterin am Basler Zivilgericht. Und: Trustee an der Tufts University in Medford, einem Vorort von Boston.

Erschienen am: 
Montag, 10. Juli 2017

Karl-Ludwig Rehse, Hofschneider der Queen: «Darling, you look wonderful»

Karl-Ludwig Rehse, Hofschneider der Queen, war hin und weg von der Märchenwelt mit goldenen Kutschen und prächtigen Kleidern. Foto -minu

Die pompösen Jachten bitten am Hafen von Civitavecchia zur Parade.

Sie fahren vor wie die Stars am Filmfestival von Cannes: Jede will die nächste ausstechen.

Auf einer der Luxus-Schaukeln schaukelt auch Karl. Wir sind verabredet.

Karl ist der Schneider der Queen. Und beendet seine Mittelmeer-Tour hier. In vier Tagen muss er wieder bei Buckingham und Co. sein.

Erschienen am: 
Samstag, 24. Juni 2017

Floriana Frassetto (Mummenschanz): «Und plötzlich wurde alles zu einem Gesicht»

Die Zugfahrt von Basel nach Altstätten ist wunderschön: Zürichsee. Walensee. Schweizer Idylle.

Die Idylle hört bei den Verspätungen auf. Der Zug wird umgeleitet. Und die Reise lang. Sehr lang.

Am Bahnhof fährt dann auch der Bus den Zuggästen vor der Nase weg.

Ein Taxi bringt mich schliesslich zur alten «Klostermühle». Das Restaurant heisst jetzt «Angolo dei Sapori». Italienische Karte, südländisches Flair. Und Garten.

Erschienen am: 
Montag, 15. Mai 2017

s Chuchichäschtli: «Mein lieber Piefke…»

Matthias Kaiser & Chris Fankhauser - Foto: chuchichaeschtli.de

Wo möchtet ihr essen?

Die Stimme am Telefon zögert. Dann gibt sie sich einen Ruck: «Also wenn wir schon einmal die Gelegenheit haben, das ‹Adlon› von innen sehen zu können…»

Im «Adlon» also. Mittagessen.

«…und keinen Happen Schweizerisches. Das haben wir hier im Kiez jeden Tag!»

Kiez ist Quartier. So viel Berlinerisch muss sein – auch wenn die Schnauze aus dem Solothurnischen kommt.

Erschienen am: 
Samstag, 6. Mai 2017

Severin Schwan - CEO Roche: «Man muss einfach sich selber sein»

zVg - Foto: Bruno Caflisch

Wo treffen wir uns?

«‹Brauerei›» – mailt die Sekretärin. Und: «Er nimmt noch seinen Pressesprecher mit…»

Die meisten kommen mit Blumen. Herr Schwan mit Feldhaus, seinem Kommunikationsleiter.

Ist mir auch recht. Hauptsache, er kommt. Denn der grosse Schwan hat gewiss Gescheiteres auf der Liste, als mit einer Zeitungs-Ente zu lunchen.

Ich bin zu früh – wie immer. Das macht die Nervosität. Denn: «Ich möchte keine privaten Fragen» – das hat er mir schon klipp und klar elektronisch durchgegeben.

Erschienen am: 
Samstag, 25. Februar 2017

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