Basler Zeitung

Polizist

Iris hielt das Spielzeugauto in den Händen.

Es war Tims Auto gewesen.

Der Junge hatte es damals im Warenhaus entdeckt. Und Tim war gerade sechs Jahre alt: «Darf ich das Auto...?»

Iris reagierte ziemlich gereizt:

«Das ist ein Polizeiauto!»

Der Junge schaute seine Mutter mit strahlenden Augen an: «Ich will Polizist werden!»

OHGOTTOHGOTT!

Erschienen am: 
Montag, 21. August 2017

Prostata

«Die Prostata», sagte der Doktor.

Und milderte die Prognose mit dem fröhlichen Zuschlag: «Na dann – Prostata!»

Kurt wars nicht ums Spassen (obwohl er schon manchmal in einer Bierrunde beim Zusammenstossen der Humpen denselben Spruch gebracht hatte).

ABER DAS HIER WAR TODERNSTE MÄNNERSACHE.

«Und jetzt?»

Erschienen am: 
Montag, 14. August 2017

Von Albträumen und einer Klassenzusammenkunft

Illustration: Rebekka Heeb

Der Absender war «Heinrich Meier». Ich drehte den Brief in den Händen herum. «Meier? Meier? – Heinrich?»

Und plötzlich sah ich ihn vor meinen Augen: klein, mit Schnauzer und mit diesem ewigen Optimismus, mit dem er auch die Lateinarbeiten anging!

«D Meise!» – durchzuckte es mich. Und: «Was will denn der? Das ist doch jetzt auch schon ein halbes Jahrhundert her. Und …

Erschienen am: 
Dienstag, 8. August 2017

Cümülüs

Annick schaute von der Kasse hoch: «Cümülüs?»

Sie war Elsässerin. Gab sich französisch. Aber weil sie bei der Schweizer Kundschaft auf Elsässisch Super-Sympathiepunkte sammeln konnte, «babbelte» sie bei der Arbeit gerne Dialekt.

«Bongschuur» – automatisch liess sie verpackte Kartoffeln über den Scanner schweben.

Erschienen am: 
Montag, 7. August 2017

Lächelnde Resi

Sie hiess Resi. Und Resi war eine Kuh. Daran gab es nichts zu rütteln.

Deshalb: «Diese Kuh kommt mir nicht ins Haus!», sagte Walter und zog empört an seiner Tabakpfeife.

Er stand auf dem Balkon des Chalets. Und schaute zu, wie seine Elsie den gefleckten Fladenscheisser mit Salzstangen fütterte.

Erschienen am: 
Montag, 31. Juli 2017

Verblasstes Tattoo

«HIMMEL – BIST DU SPIESSIG!» – Ellen schaute ihre Mutter wütend an.

«ALLE HABEN EIN TATTOO ALS LIEBESBEWEIS!»

Annick schrie genervt : «ABER DOCH NICHT AN DIESER INTIMEN STELLE! WAS WILLST DU DEINEM NÄCHSTEN KERL SAGEN, WENN ER DA PLÖTZLICH EINEN FROSCH VOR DEM SCHUSS HAT…?!»

«Es gibt keinen nächsten Kerl. Ich liebe mein ‹Fröschli›!»

Erschienen am: 
Montag, 24. Juli 2017

Seiten

Basler Zeitung abonnieren