Bernard Antony - König im Reich der französischen Käse…

Sein Tisch ist noch leer. Aber eine Papiertasche markiert deutlich: Fromage Maître Antony.

Monsieur Grégory, der Maître d‘ Hôtel, eilt herbei: „Der Meister ist noch beim Chef. Er diskutiert mit Knogl über eine seiner neusten Käse-Entdeckungen!“.

Bernard Antony hat sich für unser Mittagessen das Trois Rois in Basel ausgesucht. Klar – dort, im„Cheval Blanc“, rollt sein Käse an. Natürlich: Zweisterne-Etablissement. Und 2011 die Auszeichnung: „Koch des Jahres“.

Erschienen am: 
Samstag, 28. Dezember 2013

Dumping-Preise

Giuseppe schloss die Ladentüre.

Schliesslich drückte er den silbernen Knopf auf der alten Kasse.

Diese ratterte. Doch nur kurz. Und Giuseppe wusste: DAS WAR KEIN GUTER TAG.

Früher hatte die Kasse fast eine Minute gerattert. Der Rekord waren 95 Sekunden gewesen. Nach einem „Heiligen Abend“.

Giuseppe schaute auf den Kassenstreifen, wo Tageseinnahmen und Kunden-Frequenz in etwas verblichenen Ziffern vermerkt waren.

Erschienen am: 
Montag, 20. Januar 2014

Père Lachaise

Der Pariser Friedhof Père Lachaise ist spektakulär.

Die Grabplatte Nummer 16259 ist es nicht.

Ein Stück Stein mit verblassten Buchstaben lässt ein Urnengrab vermuten. In einer angeschraubten Kunststoffvase welkt eine Rose.

Monsieur Ernest zieht die tote Blume mit einem Brummen heraus: „ROSEN!“ – knurrt er. „Sie hat Rosen gehasst…“

Erschienen am: 
Montag, 13. Januar 2014

Dinner am Dreikönigstag

Anna-Louise Sarasin – oder „d Ammelugge“, wie die ledige Tante in der Verwandtschaft gehandelt wurde – schätzte den Dreikönigstag.

Die schrecklichen Festtage waren mit dem 6. Januar endgültig vorbei. Das war schon mal ein Grund tief durchzuatmen. Weihnachtszeit bedeutete nämlich für die 86 Jährige ein nerviger Rummel an Einladungen.

JEDER IN DER SIPPE WOLLTE D’AMMELUGGE AM KRIPPLEIN HABEN.

Erschienen am: 
Montag, 6. Januar 2014

Das Quartett

Lucie hielt die Hand von Max.

Aus dem Ess-Saal hörte man den Handorgelspieler. Die Alten hatten ihre Silvesterhütchen auf. Und wackelten zu der Polonaise-Melodie „Heute hau’n wir auf die Pauke “ um die Tische.
„Gottlob muss ich das nicht haben“, hustete Lucie.

Max drückte ihr die Hand: „Du versprichst, dass du bis zum Schluss bei mir bleiben wirst, Lucie…“

Erschienen am: 
Dienstag, 31. Dezember 2013

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