Von geklauten Souvenirs in den Restaurants und einer Klopapier-Rolle

Illustration: Rebekka Heeb

Innocent macht auf miese Laune.

KANN ICH JA VERSTEHEN: Seine Knieprothese hat das Ablaufdatum überschritten. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Eigentlich müsste das künstliche Gelenk aus Edelstahl sowie die abgelaufene Kniescheibe revidiert oder erneuert werden. DENN DER MENSCH IST WIE EIN GEBRAUCHTWAGEN: JE MEHR KILOMETER AUF DEM TACHO, UMSO HÄUFIGER DIE REPARATUREN.

Jetzt müffelt er: «Ich will einen Sessel. Und Ravioli.»

Erschienen am: 
Dienstag, 7. November 2017

Dufttännchen

Lilli wurde schwach. Bei Käse bekam sie stets einen hohlen Bauch. ALLE «NUR-EIN-JOGHURTZNACHT!»-VORSÄTZE WURDEN ÜBER BORD GEWORFEN.

Sie stand vor der riesigen Auslage. Und beschloss: «Gschwelti und eine Käseplatte!» Das war bei diesem Herbstwetter gerade das Richtige!

Gut. Max war nicht der Käse-Typ. Er baute schon bei Fondue die Krise. ABER FRAU SOLLTE AUCH EINMAL AN SICH SELBER DENKEN.

Erschienen am: 
Freitag, 3. November 2017

Wurst-Mutti und der verpasste Ehrendoktortitel

Illustration: Rebekka Heeb

Da stand sie: klein. Rund. Frisch dauergewellt. Vor ihr der gläserne Wurstkessel, der stets tränte. Und in dem die fingerdicken Wienerli immer praller wurden.

HINTER IHR TONNAGEN VON KARTONTELLERN. Weiss, mit gewelltem Rand.

«ICH BIN DIE WURST-MUTTI – UND WER ZUM TEUFEL SEID IHR?», bellte sie uns bei der ersten Begegnung schon von Weitem entgegen.

Erschienen am: 
Dienstag, 31. Oktober 2017

Politisch unkorrekt

«KÜGELCHEN!» – Hubert bückte sich keuchend zu den Schuhbändeln. Für einen kurzen Moment wurde ihm schwindlig. Es gab nichts zu beschönigen: Sein Ranzen war einfach zu gross.

«Kügelchen...könnten wir wieder mal Frikadellen zum Znacht...?» «FRIKADELLEN MACHEN DICK, MOPSI!» Sie rief ihn «Mopsi». Hatte sie schon immer GETAN. Selbst als er jung war. Den geilen Hubi gab. Und den Weibern nachgeiferte.

Erschienen am: 
Montag, 30. Oktober 2017

Von der Theatersaison und den Schleiern der Salome

Illustration: Rebekka Heeb

Theater hat wieder Saison. WUNDERBAR. Aber wenn mans genau nimmt: DAS LEBEN IST DAS BESTE THEATER. ES SPIELT DIE WILDESTEN DRAMEN. UND WER NICHT EINEN MOMENT OPERETTE DRAUS ZIEHT, IST SELBER SCHULD.

Ich bin im Theater aufgewachsen: Vater war für das Lustspiel zuständig. Mutter für die grosse Oper. Grossmutter (die Hogafoga-Seite) zog alle Fäden. Und liess bei den grossen Arien der Gegenseite den eisernen Vorhang runter.

Erschienen am: 
Dienstag, 24. Oktober 2017

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