Mimpfeli

Die Mimpfeli erscheinen immer am Dienstag im Kulturmagazin der BaZ.

Handy weg!

NA BINGO!

Da können sie dir auch gleich die Ganglien wegpusten.

OHNE HANDY BIST DU WIE IM LUFTLEEREN RAUM.

Schwebend. Nicht mehr auf dieser Welt. Und mit der erschreckenden Erkenntnis: «KEINE SAU RUFT DICH AN!»

Also – alles kam so.

06.03.2018

Es tropft.
«Dlagg … dlagg … dlagg. NERVEND!

Meine feinen Ohren hören so etwas.

Nicht so die verhaarten Lauscher von Innocent. Die stellen sich nur noch beim «Blobbb!» von herausgezogenen Weinkorken.

«ES TROPFT!», ich rufe es in den oberen Stock.

27.02.2018

MIT FASNACHT WAR NICHTS.

Null.

NIENTE!

Für einmal waren sich die Alten einig: «So etwas tun wir nicht!»

Vielleicht SIE nicht – ICH schon.

13.02.2018

TOLL! SHIT HAPPENS!

Der grosse Shit ist die berühmte Skipiste am Kuonisbergli.

Dort stecke ich fest. Dies mit unserer Mühle, die auch schon bessere Tage gesehen hat.

DAZU 150 KILO ORANGEN UND ZITRONEN IM KOFFERRAUM. Und jetzt: NICHTS GEHT MEHR.

06.02.2018

Anna und Renato sind unsere Freunde.

W A R E N FREUNDE.

Sie sind jetzt über den Regenbogen gegangen – wie die Menschen so schön sagen.

UND ICH VERMISSE SIE.

Roberto hat uns vor einigen Jahrzehnten erstmals zu ihnen gebracht.

30.01.2018

«Himmel – ich bin zu spät. Sie klopft schon.»

Es ist Innocent, der im Schlafanzug durchs Haus hühnert. Auf dem Pyjama spielt ein Hund Handball – chinesische Stickerei.

23.01.2018

DIE SAU LÄCHELTE.

Es war kein gewöhnliches Schwein, das da in der Kirche ziemlich unverschämt schmatzend die Weihnachtssterne vom Altar frass. ES WAR EINE WILDSAU. Und sie lächelte wirklich. KEINE ÜBERTREIBUNG.

16.01.2018

Die Palme stirbt. Alle Palmen sterben hier. ES BRICHT MIR DAS HERZ.

09.01.2018

Weihnachtstage rum.

Na ja – das Übliche: am 24. Füsse auf dem Rauchtischchen. Und die Sissi-DVD.

Ich sehe das Schloss der Kaiserin. Und ich sehe unsere IKEA-Pracht.

JETZT BEGREIFE ICH, WESHALB DIE SCHWEDEN NACH WEIHNACHTEN DIE TANNEN AUS DEM FENSTER WERFEN!

02.01.2018

«Ich lass mir das von diesem verhutzelten Rumpelstilzchen einfach nicht mehr bieten!»

Wir lauschten an der Küchentüre.

Eigentlich brauchten wir gar nicht zu lauschen: Mutters Stimme schallte durchs ganze Quartier. Und brachte selbst das Spalentor zum Wanken.

23.12.2017

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